FIRMENGESCHICHTE


Die Firma Josef Zucker & Co, auch „Zuckermühle“ genannt, entwickelte sich aus einer kleinen Mühle die bereits seit Jahrhunderten bestand. Im Jahre 1848 wurde sie von der Familie Zucker übernommen und ist seit dieser Zeit im Familienbesitz.

Am Zaya-Abschnitt im Bezirk Mistelbach mit dem nebenherlaufenden Mühlbach gab es in der Vergangenheit unzählige Mühlen, die zumeist die Namen der Besitzer trugen und als Lohn-Mühlen geführt wurden. Eine dieser Wassermühlen war die Mühle in Hobersdorf/Wilfersdorf, die im Besitz von Josef Mumm war.

1848 kaufte Friedrich Chimani, ein Müllerssohn aus Niederösterreich das Anwesen und so gilt, in Hinblick auf die spätere verwandtschaftliche Bindung, dieses Jahr als Gründungsjahr des Betriebs.

Der Ehe Friedrich Chimanis mit Elisabeth Teubler entstammten 3 Töchter. Josefine wurde durch die Einheirat von Friedrich Zucker, einem Müllerssohn aus Olmütz, zur Ahnfrau der Familie Zucker.

Ab 1897 trägt der Betrieb den Namen „Zuckermühle“. Friedrich Zucker, ein technisch begabter Mann, brachte die Mühle nicht nur auf den damaligen Stand der Technik, sondern war auch auf dem Gebiet des Landmaschinenbaus erfinderisch tätig und als Landwirt erfolgreich. Friedrich Zucker war es auch, der die Umstellung vom Turbinenantrieb auf Dieselantrieb in die Wege leitete, bereits unterstützt von seinen 3 Söhnen Friedrich, Josef und Robert.


Ein verheerender Brand, der 1926 die Mühle bis auf die Grundmauern zerstörte, erzwang mehrere Jahre des Wiederaufbaus.

Es war das Jahr 1931, als Sohn Josef im Alter von 29 Jahren als Alleininhaber die Leitung des Betriebs übernahm. Verheiratet war er mit der aus Karlsbad stammenden Rosa Zucker, die 4 Kindern das Leben schenkte.

 

Der zweite Weltkrieg war es dann, der das Werk erneut fast völlig zerstörte. Mit zäher Ausdauer machte Josef Zucker sich daran, alles aufzubieten, was zur Wiederherstellung des Betriebs nötig war. 1951 wurde schon ein Betonsilo in erstmaliger Gleitbauweise errichtet, gefolgt von den ersten Metallsilos sowie einer Getreidetrocknungsanlage.

Neben der Müllerei wurde als weitere Sparte ein Landesproduktenhandel aufgebaut. Hierzu zählt der Handel mit Futtermittel, Saatgut sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Mitte der 60er-Jahre kam es zu einer Aufstockung des Mühlengebäudes gefolgt von einem Umbau der Vermahlungsanlagen mit dem Ziel einer weitgehenden Automatisierung. Inzwischen war auch der gewerbliche Rahmen gesprengt und die Mühle zu einem Industriebetrieb mit Mitgliedschaft im Industriellenverband geworden.

Im Jahr 1969 übernahm Josefs Sohn Friedrich, verheiratet mit Renate Zucker und Vater von 2 Kindern, die Leitung des Unternehmens.

Auch während seiner Führung kam es zu weiterem Ausbau und Modernisierung des Betriebs. Es wurde die Kapazität der Mühle erweitert, eine vollautomatische Steuerung eingerichtet und eine Kleinpackungsanlage gebaut.
Ein Großhandel für Getreide (Roggen, Weizen, Gerste, Mais) sowie Alternativprodukte (Raps, Erbsen, Sonnenblumen) wurde aufgebaut. In diesem Zusammenhang wurde auch die Kapazität für Lagerung mit dem Bau von 2 Hallen und etlichen Metallsilos beträchtlich erweitert.

1995 stieg Sohn Friedrich jun., nach seinem Müllereistudium in der Schweiz, ins Unternehmen ein.

Seit seinem Eintritt kam es zu einer Vergrößerung und elektronischen Steuerung der Mehlsiloanlage sowie zu einem weiteren Bau von Metallsilos mit zusätzlicher Übernahmestelle für Getreide.

Das Unternehmen Josef Zucker & Co verfügt heute über eine vollautomatische Getreidemühle für Weizen- und Roggenmehle, die sich auf dem letzten Stand der Technik befindet sowie über einen hochmodernen Lagereibetrieb für Getreide und Alternativprodukte. Der Großhandel, der Landesproduktenhandel sowie die eigene Landwirtschaft ergänzen die Stufen in der Wertschöpfungskette vom Getreide zum Mehl.